Herausnehmbare und funktionskieferorthopädische Geräte
Herausnehmbare und funktionskieferorthopädische Geräte
Für Kinder & Jugendliche
Ob lose Spangen im Mund oder Geräte von außen wie Headgear und Gesichtsmaske: Jedes Behandlungsgerät, dass man selber zu Hause entfernen kann, wirkt nur so gut, wie es getragen wird.
Für einen spürbaren Effekt braucht es vor allem eins: Zeit! Mindestens 14 Stunden täglich – nachts plus ein paar Stunden tagsüber. Mehr geht immer, weniger nicht. Ob die Behandlung mit der herausnehmbaren Spange in Düsseldorf erfolgreich ist, entscheidet sich im Alltag zu Hause. Je konsequenter die Geräte getragen werden, desto schneller kann der nächste Abschnitt starten – und desto erfolgreicher verläuft die gesamte Behandlung.
Das klingt einfach, ist aber je nach Alter manchmal eine Herausforderung: Schule, Hobbys, Freundeskreis: Da rückt die Spange im Alltag schnell mal in den Hintergrund. Deshalb erklären wir den Nutzen nicht nur den Eltern, sondern auch den Kindern & Jugendlichen – verständlich, alltagstauglich und motivierend. Wer versteht, warum die Spange wichtig ist, macht konsequenter mit.
Und es lohnt sich: Lose Geräte sind keine bloße Vorstufe zur festen Zahnspange, sondern ein wichtiger Schritt für gesunde Kieferentwicklung, langfristig gesunde Bissverhältnisse und ein stabiles LieblingsLachen.
Besonders wirksam sind diese Geräte, solange noch Wachstumspotenzial vorhanden ist – ideal bis etwa zum 13. Lebensjahr. Sie eignen sich bei Abweichungen in Lage oder Größe von Ober- und Unterkiefer und können dabei helfen, Zahnentfernungen zu vermeiden oder die Dauer einer späteren Behandlung mit Brackets deutlich zu verkürzen.
Fazit: Früh handeln, gezielt steuern – mit Blick auf das große Ganze
Damit das funktioniert, braucht es:
- den richtigen Zeitpunkt,
- ein individuell angepasstes Therapiekonzept
- und motivierte Mitmacher: Eltern, Kinder, uns als Team.
Und dabei kannst du dich auf uns verlassen: Wir beraten ehrlich, erklären verständlich und begleiten dich mit Erfahrung, Fingerspitzengefühl und einem Blick fürs Machbare. So schaffen wir gemeinsam die Basis für eine Behandlung, die nicht nur Zähne bewegt – sondern das gesamte Kausystem langfristig gesund entwickelt.
Wachstumslenkende Geräte (intraoral)
Manchmal reicht schon ein kleiner Impuls, um Wachstum in die richtige Richtung zu lenken. Herausnehmbare funktionskieferorthopädische Geräte wie Aktivator, Bionator, Vorschubdoppelplatte oder eines der vielen weiteren möglichen Geräte nutzen die Kraft der Muskeln. Sie wirken nicht primär über mechanischen Druck auf einzelne Zähne – sondern nutzen das natürliche Wachstum, um Kieferfehlstellungen zu korrigieren.
Wie funktioniert das?
Diese Spangen liegen oft locker im Mund und setzen gezielt neuromuskuläre Reize: Sie beeinflussen Zungenlage, Lippenkraft, Kau- und Schluckmuster. Der Körper reagiert darauf mit einer positiven Veränderung des Kieferwachstums – kontinuierlich und wirkungsvoll.
Vorteile auf einen Blick:
- Ganzheitlicher Therapieansatz – Behandlung von Funktion, nicht Zahnposition
- Wachstum nutzen – besonders in jungen Jahren effektiv
- Herausnehmbar – gute Mundhygiene möglich
- Kombinierbar mit anschließender fester Zahnspange zur exakten Zahnstellung
Fachlich fundiert – für alle, die’s genau wissen wollen:
❯ Ruf & Pancherz¹ | Cozza et al.² | Graber et al.³ (Evidenz zur Wirksamkeit funktionskieferorthopädischer Geräte auf Wachstum, Bisslage und Langzeitstabilität)
❯ Ruf S, Pancherz H. Dentoskeletal effects and facial profile changes in young adults treated with the Herbst appliance. 1999.
❯ Cozza P, Baccetti T, Franchi L, De Toffol L, McNamara JA. Mandibular changes produced by functional appliances in Class II malocclusion: a systematic review. 2006.
❯ Graber TM, Vanarsdall RL, Vig KWL. Orthodontics: Current Principles and Techniques.
Platz schaffen & Platz sichern
Manchmal ist im Kiefer einfach zu wenig Platz für zu viele Zähne. Zum Glück gibt es Geräte, die Raum schaffen oder erhalten, ohne dass man gleich Zähne entfernen muss.
Wie schaffen wir Platz?
- Mit Dehnplatten bzw. Schrauben, die den Kiefer sanft auseinanderdrücken. Klingt technisch – ist aber eher „etwas mehr Luft im Mund“
- Mit einem Lip-Bumper oder Headgear, die Seitenzähne Stück für Stück nach hinten bewegen (Distalisation). Damit machen wir Platz, bevor es eng wird – wie beim Möbelrücken, bevor die neue Couch kommt.
Wie sichern wir Platz?
- Mit einem TPA (transpalatinalem Bogen) oder Lingualbogen. Sie bewahren den sogenannten Leeway Space – ein kleiner, aber entscheidender Platzvorteil: Die bleibenden Seitenzähne sind nämlich etwas schmaler als ihre Milchzahn-Vorgänger. Wenn wir diesen Raum geschickt nutzen, können wir spätere Engstände vermeiden.
Wann ist das sinnvoll?
- wenn sich abzeichnet, dass es im Kiefer eng wird
- in der Übergangsphase zwischen Milch- und bleibenden Zähnen
- als Vorbereitung für eine feste Zahnspange – um unnötige Zahnentfernungen zu vermeiden
LieblingsLachen-Fazit:
Platzmanagement in dieser Phase erleichtert nicht nur das Durchbrechen der bleibenden Zähne, sondern macht auch die spätere Behandlung mit einer festen Zahnspange deutlich einfacher.
Gaumennahterweiterung (GNE)
Ein zu schmaler Oberkiefer führt zu Engständen, beeinträchtigt die Bisslage und kann oft sogar die Atmung einschränken. Die Gaumennahterweiterung (GNE) ist ein bewährtes, festsitzendes Gerät, mit dem sich der Oberkiefer gezielt verbreitern lässt – für stabile Zahnstellung und bessere Funktion.
Wie funktioniert die GNE?
Die GNE wird an den Backenzähnen befestigt und enthält in der Mitte eine kleine Schraube. Diese wird regelmäßig minimal weitergedreht. So öffnet sich die Gaumennaht Schritt für Schritt – ähnlich wie eine Naht an einem Kleidungsstück, die man vorsichtig auftrennt, um mehr Weite zu gewinnen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Am wirksamsten ist die GNE, solange die Gaumennaht noch nicht vollständig verknöchert ist – also im Kindes- und frühen Jugendalter, bis etwa zum 13. Lebensjahr. Danach ist eine Erweiterung zwar noch möglich, benötigt aber häufig eine chirurgische Unterstützung.
Vorteile auf einen Blick
- Systematische Erweiterung des Oberkiefers für eine gute Zahnstellung
- Korrektur von Kreuzbissen und schmalem Oberkiefer
- Positive Effekte häufig auch auf Nasenatmung
Extraorale Geräte – Gesichtsmaske & Headgear einfach erklärt
Nicht alle Kieferfehlstellungen lassen sich ausschließlich mit losen oder festen Spangen im Mund korrigieren – insbesondere dann, wenn das Kieferwachstum sehr ausgeprägt in eine ungünstige Richtung verläuft. In solchen Fällen kommen sogenannte extraorale Geräte zum Einsatz – sie wirken von außen auf das Kieferwachstum ein und das besonders effektiv in jungen Jahren, wenn das Skelett noch Wachstumspotential hat, das man lenken kann.
Wie funktionieren diese Geräte?
Die Systeme bestehen aus außerhalb des Mundes befestigten Elementen, die mittels Kraftübertragung auf den Kiefer wirken – z. B. über Stirnband, Kinnstütze oder Nackenbügel.
Das ist zunächst ungewohnt, ist aber medizinisch sehr effektiv – je nach Alter und Diagnose werden so spätere Operation vermieden.
Gesichtsbogen (Headgear)
Bei starkem Wachstum des Oberkiefers oder Platzmangel im Seitenzahnbereich kann der Headgear die hinteren Zähne weiter nach hinten bewegen (Distalisation).
Anstelle des Headgears gibt es heutzutage aber auch sehr gute unsichtbare Alternativen, mit Mini-Pins und diversen damit in Zusammenhang stehenden Apparaturen. Diese funktionieren ohne tägliche Mitarbeit.
Für Wissensdurstige: Mini-Pins – punktgenaue Verankerung
Gesichtsmaske (Delaire-Maske)
Wenn der Oberkiefer zu weit zurückliegt (sogenannte Klasse-III-Fehlstellung), hilft die Gesichtsmaske, das Wachstum gezielt nach vorne zu fördern.
LieblingsLachen-Fazit:
Ob Maske oder Bogen – beide Geräte sehen vielleicht ein bisschen ungewohnt aus, sind aber echte Wachstumslenker. Mit Geduld und Mitarbeit lassen sich große Effekte erzielen – und das auf ganz natürliche Weise.
Fachlich fundiert – für alle, die’s genau wissen wollen:
❯ Baccetti et al.¹ | Cozza et al.² | Delaire³ (Evidenz zur Wachstumssteuerung durch frühzeitig eingesetzte extraorale kieferorthopädische Geräte)
❯ Baccetti T, Franchi L, McNamara JA. Treatment and posttreatment craniofacial changes after rapid maxillary expansion and facemask therapy. 2000.
❯ Cozza P, Baccetti T, Franchi L, De Toffol L, McNamara JA. Mandibular changes produced by functional appliances in Class II malocclusion: a systematic review. 2006.
❯ Delaire J. Maxillary development revisited: relevance to orthopaedic treatment.
Stärke statt Mitleid!
Wichtig zu wissen – für Eltern, Familie & Umfeld
Die Gesichtsmaske ist ein medizinisch sehr effektives Gerät – sie funktioniert genau so gut, wie sie getragen wird. Je konsequenter die Anwendung, desto größer die Chance, später einen operativen Eingriff zu vermeiden.
Was wir aber ganz offen sagen möchten:
Die Gesichtsmaske ist sicher eines der auffälligsten und unbequemeren Geräte, die wir einsetzen. Und trotzdem: Für die Kinder selbst ist das oft weniger problematisch als für ihr Umfeld.
In diesem Alter sind sie meist noch offen und pragmatisch – „nicht schön“ ist für viele kein Drama, wenn Erwachsene nicht ständig daran erinnern.
Was wirklich hilft
- Sprich vorab mit Großeltern, Nachbarn, Freunden, Eltern von den engen Freunden des Kindes – bitte ohne das Kind dabei.
- Du kennst die Menschen im Leben deines Kindes am besten – und weißt, bei wem es schwerfällt, sich in so einer Situation zurückzuhalten.
- Vermeide Mitleid („Du Arme:r!“), das schwächt den Mut.
- Zeige lieber: „Wow, du machst das toll – richtig stark!“
Die Kinder brauchen keine Ausnahmen, sie brauchen Rückenwind. Und das Beste, was Erwachsene tun können, ist: unterstützen, stärken, motivieren. Jeden Tag.
Alles für die Gesundheit und das Lachen des gemeinsamen Lieblings.
Vereinbare einen Termin
Du möchtest deine Fragen zur Versorgung mit einer herausnehmbaren Zahnspange in Düsseldorf in einem persönlichen Gespräch beantworten lassen und wünschst eine professionelle Einschätzung? Vereinbare gerne direkt online einen Termin. Wir freuen uns mit dir auf dein LieblingsLachen.
Praxisstart nicht verpassen
Dein LieblingsLachen ist greifbar nah. Lasse dich ganz einfach für einen Termin bei deiner Kieferorthopädin in Düsseldorf vormerken und schreib uns eine E-Mail – dann finden wir den passenden Termin.